Der Krieg dauert nun schon mehr als zwölf Jahre
Zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2025 hat die Brücke der Hoffnung (BdH) ca. 198.000 Euro von Ihnen erhalten. Wir sind Ihnen allen unendlich dankbar und tun alles dafür, dass Ihre Spenden bei den Menschen in der Ukraine ankommen, die es am meisten brauchen. Wir möchten uns bei Ihnen für Ihre wichtige Unterstützung bedanken!
Diesem Bericht können Sie entnehmen, welche Projekte wir im obengenannten Zeitraum unterstützt haben. Falls Sie sich auch über die frühere Projektförderung informieren möchten, so finden Sie die Berichte hier: https://brueckederhoffnung.de/verwendung
Alle Begünstigten sind Menschen in der Ukraine, die unter dem russischen Angriffskrieg leiden.
16.950 Euro – Zentrum für medizinische Rehabilitation und Palliativpflege für Kinder „Hippokrates“ in Charkiw
Adresse: Charkiw, Chartiya Brigady Str. 9
Direktor: Roman Marabjan
Roman Marabjan – Kinderarzt und Leiter des Zentrums „Hippokrates“ aus Charkiw. Mit Beginn der Großinvasion Russlands ging er am zweiten Tag an die Front. Zwei Jahre lang diente er als Sanitäter und evakuierte Verwundete. 2024 kehrte er nach Charkiw zurück und übernahm erneut die Leitung des Zentrums „Hippokrates“.
Das Zentrum „Hippokrates“ ist eine einzigartige Einrichtung in Charkiw, die Rehabilitation, Palliativpflege und soziale Unterstützung für Kinder vereint. Ziel ist, die Lebensqualität schwerkranker Kinder und ihrer Familien zu verbessern. Dabei leistet das Zentrum wichtige kostenlose medizinische, psychologische, soziale Hilfe für Kinder und ihre Familien.
Das Zentrum bietet ein vollständiges Programm für die Rehabilitation an, u.a. Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Diese Programme richten sich an Kinder mit schweren Behinderungen.
Außerdem unterstützt das Zentrum Kinder mit unheilbaren Krankheiten. Dabei geht es um Schmerzlinderung und Symptomkontrolle, maximalen Komfort für das Kind, psychologische und spirituelle Unterstützung und Hilfe für die Eltern.
Mit Ihren Spenden konnten wir dem Zentrum ein dringend benötigtes tragbares Röntgengerät (REMEX-KA6) zur Verfügung stellen.
17.000 Euro – Anna Kurkurina Stiftung
Adresse: Mykolajiw, Slobidska-Chetverta-Straße, 106/3
Direktorin: Anna Kurkurina
Anna Kurkurina ist eine ehemalige ukrainische Athletin mit Weltmeistertiteln im Kraftsport. Seit dem Ende ihrer Sportkarriere arbeitet sie als Fitnesstrainerin, wobei sie ehrenamtlich Kinder mit Behinderungen unterstützt. Außerdem setzt sich mit ihrer gemeinnützigen Organisation für Waisen, Kinder mit Behinderungen und Tierschutz in Mykolajiw ein, einer Stadt in der Südukraine nahe der Front.
Das Leben in Mykolajiw ist wegen des russischen Angriffskriegs sehr schwierig. Es gibt fast kein Trinkwasser mehr und fast täglich russische Drohnenangriffe. Besonders schwer haben es die Waisenkinder, besonders diejenigen mit Behinderungen. Sie haben große Angst angesichts der Ungewissheit und das Geld fehlt für eine gute Versorgung.
Dank Ihrer Hilfe konnten wir Sportgeräte für das inklusive Ressourcenzentrum der Stadt Novo-Odesa gekauft, das sich direkt um Kinder mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen kümmert, damit sie eine Vorschul- und idealerweise eine allgemeine Sekundarschulbildung bekommen können.
Außerdem konnten mit Ihren Spenden folgende Kinderheime unterstützen:
- Kinderheim in Wosnessensk (eines der größten Kinderheime der Region, beherbergt viele Kinder mit Entwicklungsstörungen, 83 von 240 Kindern haben das Down-Syndrom). Es wurden 50 Betten mit Matratzen gekauft;
- Kinderheim in Lyssa Hora (145 Kinder mit Entwicklungsstörungen). Renovierung des Waschraums (zusammen mit der Alexander Usyk Foundation);
- Kinderheim in Ratzyn (Kinder mit Behinderungen). Nahrungsmittel;
- Kinderheim „Berezki” (150 Kinder) und Antoniwskij. Nahrungsmittel, Kleider und Geschenke.
10.000 Euro – Wohltätigkeitsorganisation „Bez sumniwu“ (Ohne Zweifel)
Adresse: Charkiw, Balakirew Str.46/6
Direktorin: Frau Maryna Worontzowa
Die Wohltätigkeitsorganisation „Bez sumniwu“ hat seit der russischen Großinvasion 2022 humanitäre Hilfe in Frontnähe geleistet und auch Menschen evakuiert. Gründerin war unsere Partnerin aus Charkiw, Maryna Worontzowa, eine sehr mutige und beeindruckende Frau. Sie hat selbst Menschen und Tiere evakuiert, und Kriegsopfer mit Lebensmitteln, Baumaterialien und anderen lebensnotwendigen Gütern geholfen.
Ihr Einsatz kostete sie das Leben. Am 19. November 2025 kam sie durch einen russischen Raketenangriff ums Leben. Sie hatte unser Geld erhalten, konnte es jedoch nicht mehr zum Wohle anderer einsetzen. Ihre Freunde und Helfer haben beschlossen, ihr Werk fortzuführen, und derzeit laufen die Formalitäten zur Neufassung aller Gründungsdokumente. Sobald die Nachfolger mit der praktischen Arbeit beginnen, werden wir Sie darüber informieren, wie die Spende in Höhe von 10.000 Euro verwendet wurde.
10.000 Euro – Regionales Kinderkrankenhaus Tschernihiw (Zentrum für Ausbildung und Ressourcen)
Adresse: 16 Pirogova str. 16 Tschernihiw, 14005
Direktorin: Natalya Hryzun
Im letzten Bericht haben wir über das Regionalkrankenhaus in Tschernihiw berichtet, dem wir beim Kauf von Übungspuppen für die Ausbildung des medizinischen Personals geholfen haben. Ende letzten Jahres hat das Krankenhaus mit unseren Mitteln weitere Übungspuppen angeschafft, die für die Arbeit und die Ausbildung benötigt werden.
10.000 Euro – Resilienz-Kurs „Bridges“ für 40 ukrainische Jugendliche, organisiert vom Bildungszentrum „Tolerspace“
Adresse: Iryny Zhylenko Str, 9, ap. 37, Kyjiw, Ukraine, 04075
Direktorin: Frau Anna Lenchovska
Tolerspace ist eine ukrainische NGO, die sich um junge Menschen im Krieg kümmert. Mit Programmen, die psychosoziale Unterstützung, kritisches Denken und soziale Teilhabe fördern, schafft die Organisation Orte, an denen Jugendliche Gemeinschaft erleben, ihre eigenen Ressourcen entdecken und Zuversicht für die Zukunft entwickeln können. Anna Lenchovska, die Leiterin von Tolerspace, ist seit über 20 Jahren im Bereich der Jugendarbeit aktiv, ihre Projekte wurden regelmäßig von Botschaften in Kyjiw, auch der Deutschen Botschaft unterstützt.
Mit Ihrer Unterstützung organisierte Tolerspace ein einwöchiges Bildungs- und Erholungscamp für 40 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren – ein Angebot, das für Heranwachsende im Krieg besonders wichtig ist. Die Teilnehmer kamen aus 13 betroffenen Regionen, aus Familien von Militärangehörigen, als Binnenvertriebene oder mit Behinderungen.
Im Mittelpunkt standen psychosoziale Stabilisierung, soziale Begegnung und persönliche Entwicklung. Die Jugendlichen nahmen an Workshops zu Tanz, Literatur, Musik, Geschichtenerzählen teil und fanden neue Formen des Miteinanders. Psychologen und Tutoren begleiteten sie eng, stärkten Kommunikationsfähigkeit, Resilienz und Stressbewältigung und halfen auch, Spannungen zwischen Jugendlichen mit unterschiedlichen Kriegserfahrungen abzubauen.
Die Wirkung zeigte sich unmittelbar: Viele Jugendliche berichteten von neuem Selbstvertrauen, von Freundschaften, die ihnen Halt geben, und von Momenten unbeschwerter Normalität, die sie seit Kriegsbeginn kaum erlebt hatten. Eltern beobachteten nach der Rückkehr ihrer Kinder mehr Offenheit und spürbare emotionale Entlastung.
